Dyskalkulie
Die Schwierigkeiten im Umgang mit Zahlen, Zahlenräumen und Grundrechenoperationen nennt man Rechenschwäche/Dyskalkulie.
Die Forschung beschäftigt sich erst seit ungefähr 15 Jahren mit dieser Problematik. Es wird aber angenommen, dass die Dyskalkulie ähnliche Ursachen wie die Legasthenie hat bzw. oft zusammen mit einer Legasthenie auftritt.
Es gilt, wie bei LRS und Legasthenie, die Rechenschwäche und die Dyskalkulie zu unterscheiden. Eine Rechenschwäche kann durch viele Ursachen wie z.B. mangelhafter Unterricht, psychische Probleme etc. hervorgerufen, also erworben werden. Eine Dyskalkulie ist anlagebedingt. Die Betroffenen haben einen völlig anderen Zugang zur Mathematik. Durch differenzierte Sinneswahrnehmungen kommt es zu einer vorübergehenden Unaufmerksamkeit, die eine ganz spezielle Fehlersymptomatik hervorruft. So z.B. Zahlenverwechslungen, Zahlenstürze, Umkehrungen etc. Meist haben Menschen mit einer Dyskalkulie auch wenig Beziehung zur Zeit, zum Raum und Maßen, Größen oder Distanzen.
Auch hier gilt, je früher eine spezielle Förderung einsetzt, desto schneller zeigen sich Erfolge. Wie auch die Legasthenie wächst sich eine Dyskalkulie nicht aus! Erfolgt die Förderung erst nach der Grundschulzeit, so treten mit großer Wahrscheinlichkeit auch Schwierigkeiten in den Fächern Physik, Chemie und evtl. auch in Informatik auf. Aus den daraus entstehenden Frustrationserlebnissen ergeben sich oft auch psychische Probleme (Sekundärdyskalkulie), wie z.B. Lernblockaden.
Sollten Sie bei Ihrem Kind eine Rechenschwäche/ Dyskalkulie vermuten, können Sie sich hier einen Fragebogen herunterladen und ausdrucken. Natürlich ist dieser Fragebogen kein Ersatz für eine ausführliche und individuelle Testung Ihres Kindes.
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